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Auf nach Barcelona!

  • Autorenbild: Paul Wechselberger
    Paul Wechselberger
  • 22. Apr.
  • 11 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 13. Mai

Überraschung! Ich bin in Barcelona! Hättet ihr gedacht, dass es so schnell geht? Naja, für mich war es nicht schnell, denn eigentlich ist es bereits seit zwei Jahren ein konkreter Wunsch von mir. Zuerst hing dieser Wunsch aber eher lose in der Luft und ich hatte keinen genauen Plan, wann ich das Ziel erreichen würde. Ich wusste aber, dass ich erst dann zu einem Spiel gehen wollte, wenn die Mannschaft wieder in ihr gewohntes Stadion, das Camp Nou, zurückgekehrt sein würde.

 

Gegen Anfang des letzten Sommers teilte ich meine Pläne erstmals ernsthaft mit. Mein Vater stellte die Bedingung, dass eine weitere Person zur Unterstützung mitkommen sollte. Das war auch absolut in meinem Sinn, denn wenn mein Vater die Reisestrapazen und die gesamte Zeit mit mir allein bewältigen müsste, hätte keiner von uns etwas davon. Ich war also froh, dass wir offen darüber sprechen und diese Sache klären konnten. Als potenzielle Begleitperson schwebte mir schon jemand vor, wenngleich ich daran zweifelte, ob dieser jemand Zeit und Interesse hätte. Aber ich hatte einfach diese Idealvorstellung, dass der frühere, mittlerweile pensionierte Physiotherapeut von meinem Bruder und mir, Thijs, der perfekte Mann dafür wäre: Er reist selbst gerne, hat auch manchmal von Unternehmungen bis hin zu Reisen erzählt, die er mit Patienten unternommen hat, wir stehen über WhatsApp in Verbindung, sodass es mir möglich ist, ihn zu kontaktieren, und das Wichtigste: Ich finde ihn sympathisch und konnte mir sehr gut vorstellen, mehrere Tage mit ihm zu verbringen.

 

Zunächst sagte ich es zur Familie im Spaß, oder so, dass sie zumindest dachten, es wäre nur Spaß. Allerdings sah ich selbst darin mehr als einen Spaß und hatte tatsächlich den Wunsch und die Hoffnung, dass Thijs uns begleiten würde. Ich erinnerte mich an ein Gespräch mit ihm, kurz, nachdem er mich und meinen Bruder kennengelernt und von mir erfahren hatte, dass ich Fan des FC Barcelona bin. „Also ich wäre ja stark dafür, dass du einmal nach Barcelona zu einem Fußballspiel gehst…“, lauteten seine Worte. Damit stieß er bei mir jedoch eher auf taube Ohren, denn, wie ich in meinem letzten Text über Fußball beschrieben habe, bin ich erst seit ein paar Jahren offen für Stadionbesuche.

 

Lange schob ich es auf, Thijs zu fragen, da es mir wie eine sehr große Forderung vorkam und ich vielleicht auch ein wenig Angst hatte, dass mich die Antwort enttäuschen könnte. Ich nahm mir vor, ihn irgendwann zu fragen. Zuvor wollte ich aber erstmal den Kontakt zu ihm wieder etwas stärken, um nicht direkt mit der Tür ins Haus zu fallen. Im Juli 2025 schrieb ich ihn über WhatsApp an mit der Anfrage, ob er meinen Vater und mich ins Strandbad begleiten könne. Baden ist für mich ziemlich kompliziert, aber wenn eine dritte Person dabei ist, wird das Unterfangen gleich um einiges entspannter. Einen Monat später war der Badetag gekommen. Während wir in der Warteschlange standen, erzählten wir ihm von unserem Vorhaben, während der kommenden Fußballsaison 2025/26 für ein Spiel nach Barcelona zu reisen. Ob er uns begleiten wolle, fragten wir allerdings noch nicht. Erstmal klein anfangen. Immerhin wusste er jetzt von meinem Wunsch. Darauf ließe sich schon mal aufbauen.

 

Einen Termin hatten wir noch nicht im Kopf. In den kalten Wintermonaten wollten wir die Reise eher nicht machen, also blieben noch Herbst und Frühling übrig. Da eine solche Reise mit viel Planung verbunden ist und damit einer ordentlich Vorlaufzeit bedarf, ahnten wir bereits, dass der Herbst 2025 zu früh sein würde. Wir mussten ohnedies erstmal die Wiedereröffnung des Camp Nou abwarten. Es vergingen ein paar Monate, in denen in Bezug auf unsere Reise nichts weiterging. In der Zwischenzeit passierten zwei Dinge: Einerseits nahm ich wieder Kontakt mit Thijs auf und wir machten für ihn einen Termin aus, um meinen Bruder und mich zu Hause zu besuchen, andererseits fand am 22. November 2025 nach zweieinhalb Jahren des Umbaus das erste Spiel im renovierten, noch nicht komplett fertigen Camp Nou statt. Auch bei Thijs Besuch fragte ich ihn noch nicht, ob er mit nach Barcelona kommen wolle.     

 

Kurz vor Weihnachten gewann mein Vater bei der Rot-Kreuz-Lotterie einen Reisegutschein im Wert von 10.000 Euro! So oft, wie er bei der Rot-Kreuz-Lotterie mitspielt und dadurch auch spendet, hatte er es sich aber auch verdient. Sonst gewann er häufig so Dinge wie Wärmeflaschen oder Taschenlampen. Mit diesem Gutschein gab es keine Ausrede mehr: Wir gehen noch diese Saison nach Barcelona! Als ungefährer zeitlicher Rahmen schwebte uns April oder Mai vor, da es dann warm genug wäre. Am Beginn des neuen Jahres gab ich mir einen Ruck und beschloss, Thijs endlich zu fragen, ob er mit nach Barcelona kommen würde. Über WhatsApp schrieb ich ihm, dass mein Vater und ich auf der Suche nach einer weiteren Person seien, die uns auf der Reise unterstützen würde. Zunächst fragte ich unverfänglich, ob er vielleicht jemanden kenne, der mich und meinen Vater bei unserer Reise unterstützen könne, oder ob er einen Tipp für uns habe. Erst im nächsten Satz rückte ich mit der entscheidenden Frage heraus: „Könntest du dir vorstellen, uns zu begleiten?“

 

Bereits am nächsten Tag schrieb Thijs zurück, dass er sich gut vorstellen könne, mit uns nach Barcelona zu fliegen! Tatsächlich! Ich hatte die ganze Zeit geahnt, dass er für solche Abenteuer zu haben ist! Das Problem war nur, dass Fliegen für mich nicht möglich ist. Mein Vater und ich hatten schon länger den Plan, dass wir mit dem Zug fahren und die Fahrt auf zwei Tage aufteilen würden. Als Ort für die Zwischenübernachtungen sahen wir Lyon vor. Diese Überlegungen teilte ich nun mit Thijs, nicht ohne Sorgen, dass er es sich unter diesen Bedingungen anders überlegen könnte. Er antwortete erstmal nichts darauf. Nach einer Woche schlug er wieder einen Termin vor, an dem er uns besuchen wollte. Offensichtlich wollte er mir seine Entscheidung persönlich mitteilen. Bald darauf erschien er bei uns zu Hause mit zwei kleinen Barcelona-Reiseführern in der Hand! Das sah schon mal vielversprechend aus. Natürlich sagte er zu!

 

Wir suchten sogleich einen passenden Termin und richteten unseren Blick auf den April. Es musste auf jeden Fall ein Ligaspiel sein, denn nur diese Spiele stehen bereits mehrere Monate im Voraus fest. Abgesehen davon wäre es bei Spielen in der Champions League um einiges schwieriger, an Karten zu gelangen. Am Wochenende vom elften April hatte Thijs keine Zeit, aber das nächste Heimspiel, unter der Woche am 21. oder 22. April, war mit seinem Terminplan kompatibel.

 

Ich schrieb direkt meinem Vater, um ihm mitzuteilen, dass Thijs und ich einen Termin gefunden hätten. Ich wusste, dass mein Vater in dieser Woche eigentlich vorgehabt hätte, auf Fortbildung zu fahren. Allerdings hatte er mir bereits vorher zugesichert, darauf zu verzichten, falls sich dies als der geeignete Termin für Barcelona herausstellen sollte. Auch jetzt war er sofort bereit, die Fortbildung sausen zu lassen. Er ist ohnehin oft genug auf Fortbildung. Allein in diesem Kalenderjahr war er bereits auf Fortbildungen in Krakau und Frankfurt.

 

Nun ging es „nur noch“ darum, dass mein Vater und ich alles organisierten. Dies war mit erheblichem Aufwand verbunden, was vor allem daran liegt, dass all die Dinge, die für eine Reise eben zu organisieren sind, in der Organisation noch um ein Vielfaches komplizierter sind, wenn jemand wie ich, der einen großen, schweren Elektrorollstuhl hat, verreisen will. Wir hofften, dass die Reisebürokette, von der der Reisegutschein kam, uns so viel Arbeit wie möglich abnehmen könnte. Allerdings stellte sich heraus, dass sich das Reisebüro in unserem Fall zwar um die Hotels kümmern konnte, nicht aber um die Zugbuchungen oder sonstigen Transport. Das bedeutet gleichzeitig, dass der Gutschein lediglich für die Hotels verwendbar ist. Bei den Dingen, um die wir uns selbst kümmern mussten, betrieben mein Vater und ich Teamwork, aber bei manchem brauchten wir auch die Hilfe meiner Mutter. In die Details zu gehen, würde diesen Text viel zu lang werden lassen, aber vielleicht werde ich in ein paar Wochen darauf eingehen, wenn ich den großen Reisebericht veröffentliche.

 

Aufgrund besserer Zugverbindungen entschieden wir uns, nicht über Lyon, sondern über Paris zu fahren. Was sich wie ein Umweg anhört, war für uns tatsächlich die bessere Option, denn von Zürich nach Paris gibt es eine Direktverbindung, wohingegen wir auf der Strecke zwischen Zürich und Lyon einmal umsteigen müssten. Jedes zusätzliche Umsteigen würde für uns eine starke Aufwandserhöhung bedeuten.

 

Der Teil der Planung, den ich eigentlich als allererstes abschließen wollte, beschäftigte mich in der Realität bis wenige Tage vor unserer Abreise. Am Abend nach Thijs‘ Besuch, bei dem wir den Termin festgelegt hatten, wollte ich die Tickets kaufen. Ich war optimistisch, denn auf der offiziellen Website des FC Barcelona sah es so aus, als gäbe es für das anvisierte Spiel bereits Karten zu kaufen. Leider musste ich feststellen, dass die Karten für die Rollstuhlplätze im Vergleich zu den normale Karten, die schon Monate vor den Spielen im Verkauf sind, erst zwei Wochen vor dem Spieltag beantragt werden können! Frühestens sind es 15 Tage vorher. In den Wochen und Monaten, die folgten, machte ich jedoch die Beobachtung, dass die Rollstuhltickets teilweise kaum mehr als eine Woche vor dem Spiel in den Verkauf gehen. Da der genaue Zeitpunkt, ab dem diese Karten tatsächlich verfügbar sein werden, nirgends konkretisiert wird, blieb mir nichts anderes übrig, als immer wieder die Website zu überprüfen.

 

Erst acht Tage vor dem Spiel war es möglich, den Kauf der Karten für den Rollstuhlplatz und die Begleitperson in die Wege zu leiten. In den paar Tagen davor kontrollierte ich ständig die Website, um zu sehen, ob es die Karten schon zu kaufen gebe. Mit der Zeit wurde ich immer nervöser, da ich mich fragte: „Wann geht es denn nun endlich?“ Als ich letzte Woche am Dienstag um kurz vor elf Uhr vormittags abermals die Seite aufrief und sah, dass die Karten nun verfügbar waren, fiel mir ein riesiger Stein vom Herzen! Sofort füllte ich das Formular aus und erhielt anschließend die Meldung, dass meine Anfrage nun überprüft werde. Erst drei Stunden später wurde mir ein Link geschickt, mit dem ich die Kreditkartendaten angeben konnte. Ich wurde darüber informiert, dass der entsprechende Geldbetrag erst in ein paar Tagen abgebucht werde und ich anschließend die Karten per E-Mail erhalten würde. Ich müsse sie nicht ausdrucken, sondern es reiche, sie am Handy zu haben.

 

Und damit war alles angerichtet: Am Sonntag musste ich bereits um halb sieben aufstehen, damit wir es ohne Stress zum Bahnhof schafften, wo Thijs bereits auf uns wartete und um kurz nach neun unser Zug ging. In Zürich angekommen verweilten wir dort für drei Stunden, ehe wir in einen TGV stiegen, der uns nach Paris beförderte. Wir übernachteten in Paris, stiegen am Montagnachmittag wieder in einen TGV und kamen um halb zehn am Abend in Barcelona an. Gestern Nachmittag haben wir zu dritt die Sagrada Familia besichtigt. Diese Kathedrale ist eines der Wahrzeichen der Stadt.

 

Heute Abend um 21:30 wird das eigentliche Highlight der gesamten Reise beginnen: das Spiel des FC Barcelona gegen Celta Vigo. Ich hoffe auf ein spektakuläres, torreiches Spiel, aus dem Barcelona am Ende als Sieger hervorgehen wird. Komplett abgeschlossen sind die Arbeiten am Stadion noch nicht. Dass das große Dach noch fehlt, kann mir egal sein, denn die Rollstuhlplätze befinden sich in der obersten Reihe des Unterrangs, und sind damit von der darüberliegenden Tribünenetage überdacht. Außerdem kann das Stadion höchstens zu zwei Dritteln gefüllt werden, denn der unfertige Oberrang ist noch nicht freigegeben.

 

Das letzte Spiel des FC Barcelona ist bereits acht Tage her. Es war das Rückspiel gegen Atletico Madrid im Viertelfinale der Champions League, das leider mit einem knappen Ausscheiden endete. Dennoch hat Barca über beide Spiele eine gute oder zumindest solide Leistung gezeigt und es wäre mehr möglich gewesen. Dafür ist man in der Liga in einer äußerst komfortablen Lage: Sollte das heutige Spiel gewonnen werden, wären es neun Punkte Vorsprung auf Real Madrid. Damit wäre „uns“ der Titel wohl kaum mehr zu nehmen. Zum Super Cup, den Barcelona im Jänner gegen Real Madrid gewonnen hat, wird also voraussichtlich immerhin der Ligatitel dazukommen. Damit ist diese Saison schlechter als die letzte, als man zusätzlich noch die Copa del Rey gewann und es in der Champions League ins Halbfinale schaffte.

 

Aber verglichen mit den „düsteren“ frühen 20er-Jahren, also die Phase zwischen Anfang 2020 und Sommer 2024, als drei von fünf Saisons ganz ohne Titel endeten, muss ich dankbar sein für diese sowie die letzte Saison und den Zustand, in dem der Club sich heute befindet. Die einzige recht gute Saison in den schweren fünf Jahren war 2022/23, als man ebenfalls Liga und Supercup gewann. Allerdings schied Barcelona in der Champions League damals bereits in der Gruppenphase aus. Außerdem war ihr Spielstiel deutlich weniger attraktiv. (Dafür stand die Mannschaft defensiv teilweise besser.) Ich versuche also, das Glas eher halbvoll zu sehen. Vielleicht ist es sogar mehr als zu Hälfte gefüllt, doch eine Frage bleibt: Wie viele Jahre muss ich noch warten, bis Barcelona endlich wieder die Champions League gewinnt?

 

Das heutige Spiel wird etwa bis 23:30 Uhr dauern. Bis wir dann zurück im Hotel und im Bett sind, wird es bereits einiges nach Mitternacht sein. Morgen treten wir auch schon wieder die Heimfahrt an. Um 9:26 Uhr geht unser Zug, vorher müssen sich die Morgenroutine, das Zusammenpacken, das Auschecken und der Weg zum Bahnhof ausgehen. Es wird also eine kurze Nacht werden! Immerhin ist unser Hotel nur 200 Meter vom Bahnhof entfernt, doch im Bahnhof selbst müssen wir ja auch einen Weg zurücklegen und mit mehreren Liften fahren, bis wir am richtigen Bahnsteig ankommen, und unser Gepäck muss auch mit! Auf der Rückfahrt übernachten wir wieder in Paris. Am Freitagabend werden wir voraussichtlich um 19:00 Uhr in Bregenz ankommen.


Schon seit Langem gefällt es mir sehr, in Zügen zu reisen. Gelegenheiten dazu ergaben sich nicht allzu viele, aber hin und wieder kam ich zum Glück doch in den Genuss. Vor 16 Jahren, als mein Bruder in Augsburg eine Operation hatte, reisten mein Vater und ich zweimal mit dem Zug an, um ihn zu besuchen. 2018 fuhren wir mit der ganzen Familie einmal nach Villach und ein halbes Jahr später nach Wien. Meine letzte Zugreise vor der jetzigen führte meinen Vater und mich 2022 nach Berlin, wo ich unbedingt hinfahren wollte, um das Konzert von Bon Iver zu sehen. Mit Zugfahrten habe ich also bereits etwas Erfahrung. Die Fahrten mit dem TGV sind für mich aber eine Premiere. Bereits als kleines Kind hörte ich manchmal von diesem berühmten französischen Hochgeschwindigkeitszug. Ich war fasziniert von ihm und wäre schon damals liebend gerne mit ihm gefahren.

 

Ich bin schon unglaublich gespannt auf Heute Abend: Wie wird es sich anfühlen, die Stimmung im Stadion selbst vor Ort zu erleben? Wie gut werde ich aufs Spielfeld sehen und das Geschehen überblicken können? Es wird auf alle Fälle etwas unglaublich Besonderes für mich sein, das Stadion zu betreten, das ich seit elfeinhalb Jahren in Fußballübertragungen sehe und wo so viele legendäre Spieler gespielt haben, Traumtore geschossen wurden und denkwürdige Spiele stattgefunden haben. Eine Auswahl der Highlightspiele im Camp Nou, die ich als Fan vor dem Fernseher oder am Computer gebannt verfolgt habe: Das erste Heimspiel des FC Barcelona sah ich im Dezember 2014. Messi, Neymar und Suarez steuerten mit jeweils einem Tor zum 3:1-Sieg gegen PSG bei. Wenn ich an 2015 denke, fallen mir mehrere besondere Spiele ein: das 2:1 gegen Real Madrid, welches das erste Clásico war, das ich je angesehen habe, das 3:0 gegen Bayern München, oder auch das 6:1 gegen AS Rom. 2016 ein 4:0 gegen Manchester City, 2017 das legendäre 6:1 gegen PSG, 2018 das 5:1 gegen Real Madrid oder das 3:0 gegen Liverpool 2019. (Über das Rückspiel in Liverpool sage ich besser nichts.)

 

In den Jahren danach gab es gegen große Mannschaften weniger zu holen und pandemiebedingt musste das Stadion eineinhalb Jahre lang komplett auf Publikum verzichten. Das 4:2 gegen Atletico Madrid im Februar 2022 fühlte sich wie eine Wiedergeburt an: Der krisengebeutelte Club schien sportlich wieder auf den rechten Weg zu kommen. Außerdem war es eines der ersten Spiele, bei dem wieder die volle Zuschauerzahl zugelassen war. Nicht zu vergessen ist auch der Last-Minute-Treffer beim 2:1 Sieg gegen Real Madrid im März 2023. Das 3:0 gegen Mallorca ein paar Monate später war das letzte Spiel im Camp Nou vor dem Umbau. Bei der Wiedereröffnung vor einem halben Jahr gab es als würdigen Einstand ein 4:0 gegen Athletic Bilbao.

 

Heute findet zwar nur ein gewöhnliches Ligaspiel statt, aber gegen diesen Gegner gab es in der Vergangenheit auch schon mehrere großartige Spiele, wie ein 6:1 und zweimal ein 5:0. Auch nicht zu vergessen ist das Duell vom November 2019. Es war zwar „nur“ ein 4:1, allerdings erzielte Lionel Messi in diesem Spiel zwei sehenswerte Freistoßtore. Die Heimspiele gegen Celta Viga in den vergangenen zwei Saisons waren deutlich knapper, boten dafür aber viel Spannung, Drama und am Ende jeweils ein Happy-End. Beide Male lag der FC Barcelona zwischenzeitlich zwei Tore zurück, ging letztendlich aber als knapper Sieger vom Platz. Allerdings fanden diese Spiele nicht im Camp Nou statt, sondern im Olympiastadion von Barcelona, wo der Club während des Umbaus seine Heimspiele austrug.

 

In ein paar Wochen werde ich, wie bereits angedeutet, nochmal einen ausführlichen Reisebericht veröffentlichen. Darin werde ich auch über unser Abenteuer berichten, auf das wir nicht vorbereitet waren: Aufgrund von unvorhersehbaren, schwer erklärbaren Komplikationen stand nämlich von vorgestern Abend bis heute Mittag immer wieder auf der Kippe, ob wir heute Abend überhaupt mit Karten dastehen und das Spiel im Stadion sehen können würden! Erst heute Mittag hat sich das Drama mit mehreren Wendungen endgültig in einem Happy End aufgelöst! Jetzt ist nur noch zu hoffen, dass wir es heil ins Stadion schaffen und uns auf dem Weg die Karten nicht gestohlen werden. Wir schaffen das!

4 Kommentare

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Gast
25. Apr.

Wow Paul,

ich hab Gämshaut bei Deinem Bericht,!

Ganz ganz herzliche Grüße nach Barcelona!

Super! Dass Du/ dass ihr das miteinander erleben dürft!

Heute ein perfektes Spiel und morgen eine glückliche Heimreise!

Lg. Erika

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Gudrun
23. Apr.
Mit 5 von 5 Sternen bewertet.

Danke für den ausführlichen Bericht! Das ist ja ein ganz tolles Abenteuer! Liebe Grüße und alles Gute!

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Martha
22. Apr.

Was für ein Abenteuer! Noch nie war ich so gespannt auf den Verlauf eines Fussballmatch und den Bericht darüber. Ich fiebre mit. Euch allen ein schönes Erlebnis und herzliche Grüße an deine Begleiter!

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Gast
22. Apr.
Mit 5 von 5 Sternen bewertet.

Wünsche euch einen wunderbaren unvergesslichen Abend! Ich freu mich mit dir!

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