Meine Mama ist und bleibt die Beste!
- Paul Wechselberger
- vor 2 Tagen
- 11 Min. Lesezeit
Heute stelle ich euch eine Person genauer vor, die ich bereits in unzähligen Texten erwähnt habe: Meine Mama! Was ist der Anlass? Ihr 60. Geburtstag! Normalerweise schreibe ich ihr die letzten Jahre zum Geburtstag, zu Weihnachten und zum Muttertag immer eine Art „Spaßtext“, der vor allem Insider-Witze enthält. Ich verarbeite darin möglichst jeden Blödsinn, der mir in den Monaten zuvor untergekommen ist, egal ob Zitate aus YouTube-Videos und von Leuten, die bei uns arbeiten oder sonstige alberne Wortspiele. Damit bringe ich sie regelmäßig zum Lachen. Für diesen Blog sind diese Texte allerdings eher ungeeignet. Stattdessen gibt es heute für sie ein „Loblied“, in dem ich euch zeige, was meine Mama alles für uns geleistet hat bzw. weiterhin leistet und was für eine großartige Person sie aus meiner Sicht ist.
Als Person ist sie generell sehr angenehm, solange ihr keine sturen Beamten gegenübersitzen, denn denen kann sie, wenn die Umstände es erfordern, mächtig Feuer machen. Meist geht es dabei um Bewilligungen von Hilfsmitteln oder Unterstützungsleistungen für meinen Bruder oder mich. Wenn wir mit unserer Mama zusammen sind, ist meist auch Platz für Spaß und wir können gemeinsam lachen über Blödsinn und Dinge, bei denen einem an sich nicht unbedingt zum Lachen ist, die durch Humor aber weniger belastend sind. Gegenüber ihren Mitmenschen ist sie fast immer verständnisvoll, zum Beispiel den Assistent:innen und Pflegerinnen gegenüber. Sie managt deren Befindlichkeiten und muss ab und zu auch als Streitschlichterin eingreifen. In der Weihnachtszeit schafft sie es jährlich, allen, die bei uns arbeiten, etwas zu schenken. Darin steckt viel Planung, denn sie schenkt nicht einfach allen das gleiche, sondern findet für jeden etwas Passendes. Für Leute mit Familie ist manchmal etwas dabei, wovon auch deren Kinder etwas haben.
Aber auch das ganze restliche Jahr über organisiert und koordiniert sie unsere Assistenzpersonen und sorgt generell dafür, dass ich stets mit unterstützenden Personen versorgt bin. Das heißt, wenn Leute ausfallen, organisiert sie meist Ersatz. Sie hat mehrere Freundinnen, Ehrenamtliche und weitere gelegentlich Aushelfende in der Hinterhand, die sie kontaktieren kann. So kann auch am Abend, wenn regulär keine Assistenzperson hier ist, jemand für mich da sein, falls meine Mama etwas vorhat. Manchmal ist sie aber selbst bei mir. Wenn weder sie noch sonst jemand Zeit hat, kann eine der Intensivkrankenschwestern meines Bruders, die immer hier ist, notfalls eine gewisse Zeit überbrücken, in der sie sich um uns beide kümmert. Aber auch diese Intensivpflege haben wir vor allem unserer Mama zu verdanken, was mich direkt zum nächsten Punkt führt, den ich bereits weiter oben kurz gestreift habe: Wenn es um Unterstützungen und medizinische Versorgungen für meinen Bruder und mich geht, gerät unsere Mama oft an verschiedene Behörden und Ämter, die ihr das Leben erschweren. In diesen Situationen zeigt sie unglaublich viel Kampfgeist und Ausdauer, um das anfangs unmöglich Erscheinende möglich zu machen. Nachdem mein Bruder an die invasive Beatmung kam, hat sie eben auch dafür gesorgt, dass er die Intensivpflege für zu Hause bekam. Zusätzlich handelte sie mit den leitenden Personen des Pflegedienstes aus, dass ich nachts mitbetreut werde und die Intensivschwestern notfalls auch am Tag den ein oder anderen Handgriff bei mir übernehmen.
Dadurch, dass unsere Mama so viel Aufwand und Einsatz für meinen Bruder und mich investiert und viel für unser Wohl tut, hält sie uns den Rücken frei, sodass wir uns mit wenig organisatorischem Kram herumschlagen müssen. Natürlich kümmere ich mich mittlerweile auch selbst um mache Dinge, die ich brauche oder die anfallen. Angesichts meines Alters könnte ich theoretisch noch deutlich mehr selbst übernehmen, weswegen ich es sehr schätze, dass unsere Mama uns stark unterstützt, ohne, dass sie uns deswegen ein schlechtes Gewissen gibt. Ich verspüre dahingehend keinen Druck von ihr und kann mich vor allem auf mein Studium, meinen Blog und sonstige Interessen konzentrieren. Für die Zukunft nehme ich mir trotzdem vor, noch selbstständiger zu werden, um ihr zumindest einen Teil der Arbeit abzunehmen. Um zu wissen, wie das geht, kann ich von ihr lernen. Zum Beispiel kann ich von ihr lernen, für mich und meine Rechte einzustehen.
Auch wenn, oder gerade, weil sie sich um so viel kümmert, weiß unsere Mama auch, wann sie eine Auszeit braucht, weshalb sie mehrmals im Jahr für sich allein wegfährt. Manchmal auf Achtsamkeitsretreat, manchmal, um Bekannte zu besuchen, manchmal aber auch, weil sie sich nach dem Meer sehnt. Niemand hat diese Auszeit mehr verdient als sie. Für die Zeit, in der sie weg ist, organisiert sie im Vorhinein ebenfalls alles. Es kam sogar schon vor, dass sie, wenn kurzfristig jemand für uns ausfiel, von ihrem Urlaubsort aus Ersatz organisiert hat. Also selbst in der Erholungspause kümmert sie sich gelegentlich um unser Wohl.
Dass sie sich diese Pausen gönnt, ich auch für uns das Beste, denn so verfällt sie nicht in Dauerüberlastung. Von Klein auf hat sie uns Stück für Stück daran gewöhnt, dass auch andere Leute als die Eltern uns helfen. Der Anteil der Zeit, in der eine Hilfe von außerhalb kam, hat sich mit jedem Jahr ein wenig erhöht. Das machte es für uns angenehmer, als wenn es eine plötzliche Veränderung gegeben hätte. Trotzdem gab es Momente, in denen ich mir schwertat: Lange Zeit sind meine Eltern immer kurz nach Weihnachten für ein paar Tage in den Bregenzerwald auf Urlaub gefahren. In diesen Tagen waren rund um die Uhr verschiedene Menschen bei uns, wie Tante und Onkel, eine gute Freundin meiner Mama oder manche regulär bei uns arbeitenden Assistentinnen. Vor acht Jahren, als es einzelne komplizierte Dinge in meinem Tagesablauf gab, bei denen mir fast ausschließlich meine Eltern halfen, war ich dagegen, dass sie wegfuhren, da ich Zweifel hatte, ob die anderen Leute es noch hinbekommen würden. Meine Mama nahm meine Bedenken ernst. Sie nahm mich zur Seite und erklärte mir in Ruhe, warum es für sie, aber auch für uns so wichtig ist, dass sie ab und an ein paar Tage Auszeit bekommt: Wenn sie sich jeden Tag ohne Pause um uns kümmern müsste, wäre sie irgendwann zu erschöpft, um weiterzumachen. Außerdem hätten wir selbst äußerst wenig davon, wenn sie immer alles machen würde, aber dabei ständig über ihrer Belastungsgrenze wäre und wir das an ihrer schlechten Laune zu spüren bekämen.
Sie nahm mir also nicht einfach alles ab, sondern schaffte es, mir unaufgeregt ihre Sichtweise zu schildern. Dieses Gespräch war scheinbar alles, was ich gebraucht hatte: Ich konnte ihren Standpunkt verstehen und sah ein, dass meine Eltern diese Tage für sich brauchten. Dadurch, dass man mir eben nicht immer alle Herausforderung sofort aus dem Weg räumte, hatte ich immer wieder Gelegenheiten, um mir neue Lösungen zu überlegen, wie die Dinge einfach genug bleiben, dass auch andere Personen außer meinen Eltern mir dabei helfen können.
Apropos helfen: Meine Mama weiß sich stets zu helfen, was auch bedeutet, dass sie weiß, wann es Sinn macht, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Doch Hilfe fällt nicht einfach so vom Himmel, wenn man sie gerade braucht, sondern es erfordert ebenfalls Anstrengungen, sich zu informieren, wo es Hilfe gibt, und meist noch viel mehr Anstrengung, bis man sie tatsächlich bekommt. Aber der Aufwand lohnt sich, denn je mehr Hilfe wir bekommen, umso eher hat unsere Mama auch mal Zeit für sich. Einen Teil dieser Zeit braucht sie aber, um Dinge zu regeln, die teilweise auch uns betreffen. Und was man nicht vergessen darf: Sie arbeitet auch noch als Deutsch- und Französischlehrerin. So, wie ich sie kenne, gehe ich schwer davon aus, dass sie für ihre Schüler:innen eine tolle, sympathische Lehrerin ist. Ich denke, es ist kein Zufall, dass sie einmal zum Schulschluss von einer Schülerin eine selbstgebastelte Karte geschenkt bekam mit der Aufschrift „Lehrerin mit Herz“.
Trotz der ganzen Aufgaben findet sich auch noch etwas Zeit für Hobbys: Sie hat eine Leidenschaft für Pflanzen. Die Terrasse ist voll davon, aber auch in der Wohnung befinden sich viele Gewächse. Früher hatte sie im Frühling und Sommer draußen auch noch viele verschiedene, bunte Blumen.
Eine weitere große Leidenschaft meiner Mama ist die Musik. Seit ich mich erinnern kann ist sie Mitglied in einem Chor. Zu Hause hört sie oft Musik, und zwar ganz verschiedene Genres: Logischerweise sind Lieder dabei aus der Zeit, als sie jung war, wodurch ich auch manches kennengelernt habe, das mir selbst gut gefällt. (Eines der unzähligen Beispiele ist das Lied „Mother and Child Reunion“ von Paul Simon. Das passt doch ganz gut für diesen Text, den ich als Sohn, der denselben Vornamen wie der Urheber des Liedes hat, für meine Mutter schreibe.) Sie hört auch gerne französischsprachige Musik, sowohl moderne als auch ältere. Klassische Musik hat ebenso einen Platz in ihrem Herzen und bei den Konzertabonnements, die sie immer wieder hatten, war häufig viel klassische Musik dabei.
Seit diesem Jahr ist ein neues Hobby dazugekommen: Rudern. Einerseits liebt sie die Stimmung auf dem See, andererseits tut sie dadurch etwas für den Körper. Gerne trifft sie sich auch mit verschiedenen Freundinnen, um mit ihren etwas zu unternehmen. Allein kann sie es sich aber ebenfalls schön machen. Zu ihren Lieblingsorten gehören sonnige Plätze in Cafés im Freien. Dorthin zieht es sie aber nicht nur rein zur Erholung, denn oft erledigt sie dort Arbeit, indem sie ihren Unterricht vorbereitet oder Arbeiten von Schüler:innen korrigiert. Es ist ein gutes Beispiel, wie sie es schafft, das Beste aus den gegebenen Möglichkeiten und der Zeit, die ihr zur Verfügung steht, herauszuholen. Sie könnte die Arbeit auch zu Hause in ihrem Büro erledigen, doch dann würde sich das in der Sonne sitzen vielleicht nicht ausgehen, also entscheidet sie sich eben dafür, beides zu kombinieren.
Ähnliches machte sie, wenn Termine bei spezialisierten Ärzten für meinen Bruder und mich anfielen. Regelmäßig mussten wir nach Augsburg, manchmal nach Freiburg, und einmal nach Villach. Teilweise verbanden wir diese Termine mit einem Kurzurlaub, wodurch die Arztbesuche für uns viel weniger belastend waren, da wir gleichzeitig etwas hatten, worauf wir uns freuen konnten. Wir verbrachten dann beispielsweise die zwei Tage vor oder nach dem Termin mit Stadturlaub. Sowohl die Idee als auch die planerische Umsetzung kamen dabei stets von unserer Mama. Und auch, wenn es keinen Kurzurlaub gab, gingen wir im Anschluss an den Termin meist immerhin in die Stadt, um etwas Gutes zu essen. Man könnte sagen, wir hatten nette Familienausflüge mit kurzem Abstecher beim Arzt.
Noch besser als die Kurzurlaube mit Arztbesuch gefielen mir natürlich die „richtigen“ Urlaube, die etwas länger dauerten. Meine Mama organisierte immer schöne Urlaube: In den Sommerferien waren wir häufig in Italien und manchmal in Frankreich, während wir die Herbstferien oft in Tirol verbrachten, wo wir auch unsere Verwandten besuchten. In den Semesterferien fuhren wir jahrelang jedes Mal nach Hochimst in Tirol, in späteren Jahren dann fünfmal auf den Hochhäderich, wo wir im Almhotel wohnten.
Was für meinen Bruder und mich ebenfalls immer schon eine Quelle der Freude war, ist Essen, aber vor allem gutes Essen. Unsere Mama hatte während unserer Kindheit und auch darüber hinaus ein sehr großes Repertoire an köstlichen Gerichten. Ich kann mich kaum an von ihr gekochte Gerichte erinnern, die mir nicht geschmeckt hätten. Es ist kaum möglich, all ihre guten Gerichte aufzuzählen, da es so viele waren! Hier sind ein paar Beispiele: Schweinefilet, Hühnercurry mit Gemüse, Lachsnudeln, Spaghetti Bolognese, Spaghetti Carbonara, Kartoffelpüree mit Hackfleischsoße, … Immer wieder gab es auch frischen Fisch vom Markt mit Kartoffeln, aber auch so einfache Gerichte wie Potato-Wedges oder Kartoffeln mit Käse fand ich nicht schlecht. Zu Weihnachten gibt es bis heute fast jedes Jahr Raclette. Auch Nachspeisen kann sie gut zubereiten. Am liebsten hatte ich als Kind ihre selbstgemachte Mousse au Chocolat, die es zu bestimmten Anlässen gab und von der ich nie genug bekommen konnte.
Mittlerweile kocht unsere Mama nurmehr selten für uns, weil an den meisten Tagen Assistenzpersonen bei uns sind und mein Bruder sich mit deren physischer Unterstützung um die Kulinarik kümmert. Teilweise kocht er Rezepte von unserer Mama nach. Von wem mein Bruder seine Kochkompetenz wohl hat? Manchmal kommt es doch noch dazu, dass unsere Mama uns bekocht, was uns immer freut. Letzten Sommer, als mehrere Assistentinnen Urlaub hatten, kamen wir mehrmals in den Genuss von frisch vom Markt gekauftem Fisch. Auch an unseren Geburtstagen kocht sie oft. Mein Bruder hat sich dieses Jahr Coq au Vin gewünscht, das natürlich vorzüglich schmeckte!
Auch außer Haus wurden uns viele kulinarische Erfahrungen ermöglicht. Sogar als kleinere Kinder wurden wir nie mit ungesundem Fraß von der Kinderkarte abgespeist. Falls wir mal etwas von der Kinderkarte wollten, war das auch in Ordnung, aber es kam bereits ab Beginn des Volksschulalters fast gar nicht mehr vor. Als ich neun Jahre alt war, brachte unsere Mama uns Sushi zum Probieren mit. Es schmeckte mir so gut, dass wir In den folgenden Jahren oft Sushi essen gingen. Auch heute noch habe ich immer wieder Lust darauf.
Von ihrer kulinarischen Affinität nun zurück einer ganz anderen Stärke meiner Mama: Sie passt sich flexibel an die Gegebenheiten an und schafft es, aus an sich Negativem auch etwas Positives herauszuholen. Ich denke, dass ich vor allem von ihr gelernt habe, flexibel auf das zu reagieren, was das Leben einem entgegenwirft, und das Beste aus mäßigen Situationen zu machen. Kein Wunder, dass ich als Titel für diesen Blog über mein Leben das Motto „Erwarte nichts - Aber mach das Beste daraus!“ erfunden habe, denn meine Mama hat es mir stets vorgelebt. Egal, was kommt: Immer scheint sie halbwegs positiv zu bleiben und mit der Situation souverän umzugehen. Als mein Bruder oder ich auf der Intensivstation lagen, was zum Glück erst jeweils einmal der Fall war, blieb sie sehr viel an unserer Seite und strahlte dabei Ruhe und Sicherheit auf uns aus. In schweren Zeiten ist sie vor allem für uns da. Auch diesen Dingen sieht sie mit Akzeptanz entgegen und versucht einfach, trotzdem das Beste aus ihnen zu machen.
Einer dieser besonders schweren Momente dürfte gewesen sein, als unsere Eltern die Diagnose für unsere Krankheit erhielten. Dennoch nahm ich während der Kindheit von ihr deswegen nie Trauer wahr. Sie tat einfach alles dafür, dass wir eine glückliche, unbeschwerte Kindheit erleben konnten. Ich habe bis vor wenigen Jahre nie darüber nachgedacht, wie für sie wohl während unserer Kindheit gewesen sein muss, zu wissen, dass es uns, die damals noch laufen und sich recht gut bewegen konnten, körperlich mit zunehmender Dauer immer schlechter gehen würde. Dass ich mir nie Gedanken über ihren mentalen Umgang damit machte, beweist, dass sie sich uns gegenüber nichts anmerken ließ. Das war gut so, genauso, wie der Fakt, dass ich als jüngeres Kind nicht genau wusste, wie sich die Krankheit entwickeln würde, denn damit hätte ich damals nur schwer umgehen können.
Dass sie uns möglichst lange vor zu konkreten Informationen schützte und heute auch keine Trauer und Verzweiflung aufgrund unserer Situation ausstrahlt, ist jedoch keinesfalls ein Anzeigen dafür, dass sie unsere Krankheit verdrängt und sich auch selbst nicht damit auseinanderzusetzen möchte, ganz im Gegenteil: Sie kennt sich sehr gut aus bei unserer Krankheit, hat Bücher zu dem Thema gelesen und besucht Symposien, die auch für Betroffene und deren Angehörige gedacht sind, um sich darüber weiterzubilden und in den Austausch mit anderen zu kommen. Wenn mein Bruder oder ich ein ernstes medizinisches Problem hatten, war normalerweise sie das Elternteil, das als erstes reagierte. Und das, obwohl unser Papa Arzt ist! (Ob man das jetzt als Kritik an meinem Papa, oder aber einfach nur als außerordentliches Kompliment an meine Mama sieht, bleibt jedem selbst überlassen. Die Wahrheit liegt wohl irgendwo dazwischen.)
Damit ist gewiss noch längst nicht alles Positive über unsere Mama gesagt, denn da könnte ich noch viel mehr erzählen, aber jeder Text braucht irgendwann ein Ende! Zum Abschluss habe ich eine zusammenfassende Kurznachricht an sie:
Ich kann es nicht stark genug betonen, was für ein großes Vorbild du für mich bist und wie dankbar ich bin, dich als Mama zu haben! Alles Gute zum Geburtstag!
Zu guter Letzt möchte ich noch kurz eine Sache klären: Bisher habe ich in meinem Blog immer das Wort „Mutter“ verwendet. Das fing dadurch an, dass ich in meinen aller ersten Text, „Osman, der alles hat und alles kann“ über jemanden berichtete, der, sofern man seinen Erzählungen glaubte, aus einer sehr wohlhabenden Familie stammen musste. Ich wollte durch einen ironischen Schreibstil zeigen, wie toll er und seine Familie angeblich sind. Diese Ironie wandte ich dann auch teilweise auf uns an, indem im Text nicht von unserer Mama, sondern von unserer „Mutter“ die Rede ist, als wären wir eine Adelsfamilie, in der die Kinder das weibliche Elternteil mit „Mutter“ ansprechen müssen.
In den nächsten Texten schrieb ich auch „Mutter“, denn anfangs war es mir irgendwie leicht unangenehm, über persönliche Erlebnisse oder Gefühle zu schreiben, weshalb ich versuchte, teilweise neutrale und weniger persönliche Begriffe zu benutzen, da es mir so leichter fiel, mich überhaupt zum Schreiben über mein eigenes Leben zu überwinden. Die Angewohnheit, „Mutter“ zu schreiben, ist mir aus dieser Anfangszeit geblieben. Allerdings klingt das Wort für mich etwas distanziert und ist damit eigentlich alles andere als passend für meine Mama. Zukünftig werde ich also wahrscheinlich öfters das Wort „Mama“ schreiben, aber vielleicht nicht ausschließlich.



Wow! Glückwunsch zu Eurer Mama